Pelztier-Farmen


Grausamkeit in Gefangenschaft.


Manche Leute glauben, daß Tiere, die auf Pelztierfarmen in Gefangenschaft gehalten und aufgezogen werden, nicht leiden. Dem ist aber nicht so. Ob Fallenstellen oder Pelztierfarmen - mit beiden sind ähnliche und doch auch grundverschiedene Grausamkeiten verbunden. Nur eines ist völlig identisch: beide haben nichts Humanes. Tiere auf Farmen, meist Nerze oder Füchse, verbringen ihr gesamtes Leben unter entsetzlichen Bedingungen, nur um schließlich auf schmerzhafte und primitive Weise getötet zu werden.

Schmutz und Wahnsinn

Etwa die Hälfte der Pelzmäntel, die in den USA und Kanada hergestellt werden, stammen von Tieren in Gefangenschaft, die auf Pelztierfarmen gezüchtet, geboren und großgezogen wurden. Diese Unternehmen reichen vom Familienbetrieb mit 50 Tieren bis hin zu Großbetrieben mit Tausenden von Tieren.
Aber ungeachtet ihrer Größe oder ihres Standortes "ist die Art, wie Nerze (oder andere Pelztiere) gezüchtet werden, auf der ganzen Welt auffallend einheitlich", wie eine Studie besagt. Genau wie bei anderen Farmen mit Massentierhaltung orientieren sich die Methoden, die auf Pelztierfarmen Anwendung finden, am maximalen Profit, was immer zu Lasten des Wohlergehens der Tiere geht und immer auf Kosten ihres Lebens.

In den Vereinigten Staaten gibt es etwa 670 Pelztierfarmen, in Deutschland 39. Etwa 90% aller auf Farmen gehaltenen Pelztiere sind Nerze. Füchse, Kaninchen und Chinchillas machen den Hauptanteil der übrigen 10% aus, auch wenn die Farmer ihr "Sortiment" seit neuestem auf Luchs, Rotluchs, Wolf, Vielfraß, Coyote und Biber erweitern. Alle diese Tiere leben nur einen Bruchteil der Zeit, die ihre natürliche Lebenszeit ausmachen würde.
Nerze werden etwa im Alter von fünf Monaten getötet, Füchse etwa im Alter von neun Monaten. Weibliche Zuchttiere leben etwas länger.
Das kurze Leben der Tiere besteht aus Angst, Streß, Krankheit, Parasiten und anderen physischen und psychischen Qualen, alles zugunsten einer Industrie, die riesige Profite aus ihrem 850 Millionen-Dollar- Jahresumsatz zieht.

Leben auf der "Farm"

Füchse werden in Käfigen gehalten, die ca. 1m x 1m x 1m groß sind und ein bis vier Tiere pro Käfig fassen. Nerze und andere Tierarten werden gewöhnlich in Käfigen gehalten, die nur 90 x 30 x 40 cm groß sind, wobei sich wiederum bis zu vier Tiere in einem Käfig befinden.
Diese extreme Beengtheit bedeutet ganz besonders für Nerze, die in der Natur Einzelgänger sind, größten Streß. Eine große Zahl der Nerze auf Pelztierfarmen legt daher selbstverstümmelnde Verhaltensweisen an den Tag, wie Beißen ins eigene Fell und den eigenen Schwanz, sowie stereotypes Verhalten, wie immer wieder in der gleichen Weise hin- und herzulaufen. Füchse, die so dichtgedrängt gehalten werden, werden manchmal sogar zu Kannibalen.

Nerze, Füchse und Chinchillas werden mit Fleisch- und Fisch- nebenprodukten gefüttert, die so schlecht sind, daß sie sogar für die Tierfutterindustrie nicht mehr zu verwenden sind. Die Tiere erhalten auch gehackte Innereien, die ihre Gesundheit wegen der bakteriellen Verseuchung gefährden. Gerade entwöhnte Jungtiere und Welpen sind besonders anfällig für diese Verseuchungen.

Das Wasser auf den Pelztierfarmen erhalten die Tiere über ein Nuckelsystem, von dem sie trinken können, wann immer sie wollen - es sei denn natürlich, das System wäre im Winter eingefroren.

Ungeziefer und Parasiten

Genau wie andere dichtgedrängt in Käfigen lebende Tiere, sind auch diejenigen auf Pelztierfarmen anfälliger für Krankheiten, als dies bei ihren freilebenden Artgenossen der Fall ist. Ansteckende Krankheiten wie die Aleutenkrankheit der Nerze, Virusdarmerkrankungen und Lungenentzündung gehen von Käfig zu Käfig und töten manchmal die gesamte Population.

Blasen und Harnblasenerkrankungen

(Feuchtbauchkrankheit) und Säugekrankheit (die bis zu 80% aller damit infizierten Tiere tötet, sofern sie nicht rechtzeitig behandelt werden) sind gängig.
Die Tiere sind oft von Flöhen, Zecken, Läusen und Milben befallen, wobei Fliegen, die Krankheiten übertragen, ein besonders schwerwiegendes Problem darstellen, da sie von den großen Mengen an Exkrementen, die sich unter den Käfigen monatelang ansammeln, besonders angezogen werden.

Unnatürliche Lebensräume

Die Käfige auf den Pelztierfarmen befinden sich normalerweise in offenen Schuppen, die wenig Schutz vor Wind, Kälte und Hitze bieten. Die Pelze der Tiere helfen ihnen zwar, sie im Winter warm zu halten, jedoch ist der Sommer für die Nerze besonders schwer zu ertragen, da sie nicht über die Fähigkeit verfügen, ihre Körper abzukühlen, es sei denn, sie können im Wasser baden.

Freilebende Nerze verbringen dann 60 bis 70 Prozent ihrer Zeit im Wasser, und ohne diese Abkühlung steigen ihr Speichelfluß, ihre Atem frequenz und ihre Körpertemperatur erheblich. Haben die Tiere gelernt, sich eine Dusche zu verschaffen, indem sie die Nuckelvorrichtung der Trinkwasserversorgung drücken, dann ändern die Farmer die Vorrichtung so, daß diese magere Wasserzufuhr auch noch unterbrochen wird.

Gift und Qual

Keine Schlachtvorschrift des Menschen schützt Tiere auf Pelztierfarmen. Die Tötungsmethoden sind grausam. Da den Farmern nur daran gelegen ist, den Pelz in seiner Qualität zu erhalten, verwenden sie Tötungsmethoden, die zwar die Haut schonen, jedoch ganz erhebliches Leiden der Tiere zur Folge haben, die - im wahrsten Sinne des Wortes - noch immer sehr an ihrem Pelz hängen. Kleine Tiere werden, bis zu 20 Stück auf einmal, in eine Kiste gepfercht, in der sie mit heißen, ungefilterten Auspuffabgasen vergast werden, die über einen Schlauch vom LKW des Farmers eingeleitet werden.
Auspuffabgase sind nicht hundertprozentig tödlich, und so kommt es vor, daß einige Tiere "aufwachen", wenn sie gerade gehäutet werden. Größere Tiere, darunter auch Füchse, bekommen oft eine Klammer um den Mund gelegt und gleichzeitig einen Stab in den Anus geschoben. Dann werden sie sehr schmerzvoll per Stromstoß getötet.
Andere Tiere werden mit Strychnin vergiftet und sterben den Erstickungstod durch Muskellähmung unter qualvollen, starken Krämpfen.

Vergasen, Tod in der Dekompressionskammer und Genickbruch sind andere, gängige Tötungsmethoden auf Pelztierfarmen.

Die Wahl Jeder Pelzmantel repräsentiert das unglaubliche Leiden von bis zu mehreren Dutzend Tieren, ob in Fallen gefangen oder auf Pelztierfarmen großgezogen. Diese Grausamkeiten werden erst dann enden, wenn die Öffentlichkeit sich weigert, Pelzprodukte zu kaufen und zu tragen, und wenn sie die Werbesprüche der Fallensteller, Züchter und Pelzhersteller durchschaut, die lediglich am Profit interessiert sind und dadurch nicht zu rechtfertigendes Leiden und Sterben verursachen. Diejenigen, die die Fakten kennen, müssen dazu beitragen, auch andere aufzuklären, im Interesse der Tiere und des Anstandes.

Quelle: Peta

 

 

 






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