Radfahren mit dem Hund


Rad fahren als umweltfreundliche und stressfreie Fortbewegung ist für viele Menschen Freizeitvergnügen und gesunder Sport zugleich. In gemächlichem Tempo neben dem Fahrrad ihres menschlichen Freundes her zu laufen, lieben viele Hunde sehr. Doch Vorsicht: Nicht immer haben die Vierbeiner auch den optimalen Genuss dabei. Zu hohes Tempo, arge Hitze oder zu weit gewählte Distanzen können die Freude an der Bewegung ziemlich dämpfen. Denn jeder Radfahrer bringt es ohne weiteres auf 20 km/h, Spitzensportler bewegen sich gar mit Geschwindigkeiten von 100 km/h und mehr vorwärts. Da kann ein Hund schon ins Schwitzen geraten, wenn er da noch mithalten soll.


Hunde wollen weder mit Muskeln prahlen noch das gelbe Trikot gewinnen. Deshalb muss ganz genau darauf geachtet werden, dass die sportlichen Vierbeiner beim Laufen neben dem Rad nicht überfordert werden. Leider projizieren viele Halter ihre eigenen Vorstellungen von Fitness auf den Hund, was nicht selten zum Kreislaufkollaps und Herzstillstand des Tieres führen kann. Gerade in der wärmeren Jahreszeit darf nicht vergessen werden, dass der Hund schließlich nicht im Trikot, sondern im Pelzmantel läuft. Ganz abgesehen davon, dass eh nur bei milden Temperaturen gefahren werden sollte. Denn kein Tier würde bei Hitze freiwillig jagen und rennen. Und schon gar nicht auf Asphalt oder Beton, denn dafür sind Hundepfoten nicht gemacht. Ein langer Lauf auf harten Böden lässt sie blutig und wund werden und auch die Gelenke leiden sehr unter den Erschütterungen.

 Was sollte beachtet werden?


Auch neben seinem Rad fahrenden Herrchen braucht der Vierbeiner genügend Zeit, seinen Sinneseindrücken nachzugeben. So ist die natürliche Fortbewegung ein ständiger Wechsel zwischen Stehen, Gehen, Traben und Laufen. Nehmen Sie unbedingt darauf Rücksicht! Strecke und Geschwindigkeit sollten stets nur langsam gesteigert werden. Im so genannten "Kräftespargang", einem lockeren Trab, können gut trainierte und lauffreudige Hunde dann sogar längere Zeit durchhalten. Und ganz wichtig: Das Tempo bestimmt immer der Hund, der an befahrenen Straßen rechts an der Leine mitlaufen sollte.

 

Warnzeichen


Ob sich beim Hund Müdigkeit und Überhitzung eingestellt haben, zeigt sich am besten in den Pausen (wichtig: immer viele Pausen einlegen!). Beobachten Sie Ihren Hund aufmerksam: Blickt er beim Stehen interessiert umher, dann ist er noch gut drauf. Legt er sich aber sofort nieder und interessiert sich nicht mehr für das Geschehen ringsumher, dann wird es höchste Zeit, einen schattigen Ruheplatz zu suchen und Wasser zu reichen. Warnung: Kreislaufkollaps und Herzstillstand treten oft erst am Abend des anstrengenden Tages auf.

 

Radfahren mit jungen Hunden


Junge Hunde, bei denen der Körperbau noch nicht voll entwickelt, die Muskeln nicht gefestigt und die Gelenke noch nicht geführt sind, brauchen Schonung, egal wie lauffreudig die Rasse auch sein mag. Mit Hunden unter 18 Monaten sollte lediglich das sichere Laufen am Rad behutsam trainiert werden. Glücklich ist, wer einen Welpen hat, dem der Züchter schon mal gezeigt hat, was Radfahrer und Fahrräder sind und wie sie sich bewegen.

 

10 Ratschläge für puren Freizeitspaß

° Viele Pausen einlegen. Hund beobachten.
° Keine zu jungen, kranken oder alten Hunde am Rad laufen lassen.
° Laufleistung (Strecke und Tempo) langsam steigern.
° Nie bei Hitze fahren. Der Hund hat keine Fahrtwindkühlung. Am Boden ist es wärmer.
° Wasser oder ein erfrischendes Bad im Bach anbieten.
° Nicht zu lange auf Asphalt bleiben.
° Abgasreiche Strecken schnell verlassen.
° Stark befahrene Radwege meiden.
° Nicht die Leine ums Lenkrad wickeln.
° Nie vor dem Lauf füttern

 

 

 

 

 

 






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